Die goldene Stunde

Schnelles Handeln ist im Falle eines Herzinfarktes extrem wichtig. Doch was passiert genau bei einem Herzinfarkt?

Bevor diese Frage genauer geklärt wird, hier ein [sehr] kurzer Ausflug in die Anatomie des Herzens: Das menschliche Herz, welches aus einer rechten und einer linken Herzhälfte besteht,  fungiert als Blutpumpe, die den gesamten Körper mit sauerstoffreichen Blut versorgt und somit den Blutkreislauf aufrecht hält. Für diese Aufgabe benötigt auch das Herz selbst ausreichend Blut und Sauerstoff. Dies geschieht in der Regel über zwei große Blutgefäße, die sich kranzartig um das Herz herumlegen [die Herzkranzgefäße], wobei das linke Herzkranzgefäß den vorderen Bereich des Herzens und das rechte den hinteren Bereich des Herzens mit Blut versorgt.

Ist eines dieser Gefäße verstopft, kommt es zu einer akuten Unterversorgung des Herzens. Folglich wird bei einem solchen Gefäßverschluss das betroffene Herzmuskelgewebe nicht mehr ausreichend durchblutet und wird somit beschädigt bzw. stirbt ab. Dieses Absterben des Gewebes wird als Herzinfarkt bezeichnet.

Doch wie kommt es zu einem solchen Verschluss? Häufig ist die Ursache hierfür ein Blutgerinnsel, das eines der Gefäße verschließt, sodass kein Blut mehr hindurchfließen kann. Meist ist die Entstehung eines Blutgerinnsels auf eine Arterienverkalkung zurückzuführen, die Schäden an der Gefäßwand verursacht. An diesen beschädigten Stellen lagern sich dann Blutplättchen ab und bilden ein Blutgerinnsel und unterbrechen die Sauerstoffzufuhr des Herzens. Je eher die Durchblutung wieder hergestellt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten für den Patienten. Daher spricht man auch von der goldenen Stunde.

Quellen:

http://www.internisten-im-netz.de/de_was-ist-ein-herzinfarkt_28.html

http://www.onmeda.de/krankheiten/herzinfarkt.html

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