Herz aus dem Takt

Scheinbar kerngesund und doch krank: Bei Menschen mit Brugada Syndrom können bereits die ersten Symptome tödliche Folgen haben.

Obwohl Betroffene schon seit ihrer Geburt den Gendefekt, der zu Brugada führen kann, in sich tragen, fühlen sich die meisten trotzdem kerngesund. Aber der Schein trügt: Die seltene Krankheit, die meistens vererbt wird, verursacht Herzrhythmusstörungen, die wiederum Schwindel, Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit oder Herz-Kreislauf-Versagen und somit einen plötzlichen Tod zur Folge haben können. Diese Herzrhythmusstörungen treten meist bei unter 40-Jährigen auf, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen. 

Da es allerdings möglich ist, dass Patienten ein Leben lang keinerlei Beschwerden haben, ist eine Diagnose beziehungsweise die Verhinderung eines plötzlichen Herztodes extrem schwierig. Die Ahnungslosigkeit der Betroffenen führt dazu, dass die Krankheit in den meisten Fällen erst nach einer scheinbar grundlosen Bewusstlosigkeit oder einem überlebten Event diagnostiziert wird, auch wenn es durchaus möglich ist, das Brugada Syndrom bereits vor Auftreten von Symptomen zu erkennen. 

Denn die, für diese Krankheit typischen Veränderungen des Herzrhythmus, sind bei vielen Betroffenen mittels eines EKGs nachweisbar noch bevor sie irgendwelche Beschwerden verspüren. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen die Veränderungen nur phasenweise oder überhaupt nicht auftreten. Durch bestimmte Medikamente können die aber verstärkt und somit sichtbar gemacht werden. Folglich ist ein EKG die einzige Möglichkeit das Brugada Syndrom rechtzeitig zu erkennen. 

Durch eine frühzeitige Diagnose, ist es dann möglich die Symptome  zu behandeln und so das Risiko eines plötzlichen Herztodes, meist mittels eines implantierten Defibrilators, deutlich zu senken. 

Quellen:

http://www.kardionet.de/das-brugada-syndrom

http://www.onmeda.de/krankheiten/brugada_syndrom.html

http://www.brugada-info.de

http://emedicine.medscape.com/article/163751-overview 

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