Fallbeispiele

Der Mehrwert von CardioSecur

Das CardioSecur-EKG kann über die herkömmliche 12-Kanal-EKG-Technologie hinaus kardiale Ereignisse erkennen und lokalisieren. Hierzu gehören beispielsweise Hinterwandinfarkte und komplexe Arrhythmien, die von einem Standard-EKG nicht erfasst werden. Ohne dass die Elektroden neu angebracht werden müssen, bieten die 22 Ableitungen eine 360-Grad-Sicht auf das Herz. Die diagnostischen Fähigkeiten und die Leistungsfähigkeit des CardioSecur-EKGs werden so erhöht.

Die folgenden zwei Fallstudien sind Beispiele, in denen das CardioSecur-EKG Veränderungen erkannte, die beim herkömmlichen 12-Kanal-EKG nicht zu sehen waren. Hierdurch war eine schnellere Diagnose und Behandlung des Patienten möglich.

Fallbeispiel 1: Nicht-ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI)

Anamnese: Ein 76-jähriger Patient wird auf Grund von 48 Stunden bestehenden Brustschmerzen, die an Häufigkeit zunehmen, auf die Intensivstation einer Budapester Herzklinik aufgenommen. Vor 3 Jahren wurde eine hochsitzende RIVA-Stenose dilatiert und mit einem drugeluting Stent versorgt.

Diagnose: Verdacht auf Akutes Coronarsyndrom

Koronare Risikofaktoren: Hypertonie, Hypercholesterinaemie, Nikotinabusus.

Das klassische 12-Kanal-EKG ist bei der Aufnahme (Abb. 1) unauffällig und zeigt keine Infarktzeichen.

Abb. 1: Klassisches 12-Kanal EKG – kein pathologischer Befund.

Das CardioSecur EKG (Abb. 2), wurde gleichzeitig angefertigt und zeigt eine 0,1 mV horizontale ST-Senkung in Abl. V3-5, im Sinne einer Ischämie-Reaktion.

Abb. 2: CardioSecur EKG – Ischämie-Zeichen in V3-5.

Troponin-Test: positiv

Diagnose: NSTEMI

Die Koronarangiographie (Abb. 3) am nächsten Tag zeigt einen offenen Stent in der RIVA und eine hochgradige Stenose des Ramus circumflexus. Die Stenose wird auch mit einem DES versorgt.

Abb.3: Koronarangiographie – hochgradige Stenose des Ramus circumflexus.

Es ist bekannt, dass das erste EKG bei einem frischen Infarkt in 50% der Fälle unauffällig sein kann. In diesem Fall hat das CardioSecur EKG die Diagnose ermöglicht. Im Herzkater nachgewiesene Rcx-Stenose wurde dilatiert und mit einem Stent versorgt.

Fallbeispiel 2: Vorangegangener Hinterwandinfarkt

Anamnese: Der 58-jährige Patient stellte sich in der Praxis vor: seit ein paar Tagen, muss er beim schnellen Gehen stehen bleiben auf Grund retrosternalen Schmerzen, die 5-10 Minuten andauern und in den Unterkiefer ausstrahlen.

Koronare Risikofaktoren: der Vater ist mit 69 Jahren am Herzinfarkt gestorben. Hypercholesterinaemie (Cholesterin 260 mg/dl, LDL184 mg/dl), keine Hypertonie, Nichtraucher.

Troponin-Test: negativ

 

Das Klassisches 12-Kanal EKG (Abb.1) zeigt einen Sinusrhythmus, Frequenz 52/min. Linkstyp. In Ableitung III rS, in Ableitung aVF rs Komplex. T3 negativ,T in aVF positiv.

Abb. 1: Klassisches 12-Kanal EKG – Kein sicherer Anhalt für einen abgelaufenen Infarkt.

Das CardioSecur EKG (Abb.2) zeigt einen Sinusrhythmus, Frequenz 49/min. Linkstyp. In Ableitung II q, in Ableitung III QrS Komplex, in Ableitung aVF qrS Komplex.

Abb. 2: CardioSecur EKG – zeigt eine alte Hinterwandinfarktnarbe.

Befund: Alter inferiorer Hinterwandinfarkt.

Die Koronarangiographie (Abb.3) zeigt eine schwere Koronare 3-Gefäßkrankheit. Intermediäre Hauptstammstenose. RIA: Proxymale und distale Stenosen. RCX: keine Stenose, schmalkalibrig. RCA: hochgradige Tandem-Stenose

Abb. 3: Koronarangiographie – Schwere Koronare 3-Gefäßkrankheit.

Das Cardio-MRT (Abb. 4) zeigt eine in zwei Ebenen eine Fibrose, entsprechend einem abgelaufenen Hinterwandinfarkt.

Abb. 4: Cardio-MRT – inferiore Fibrose.

Der zweite Fall zeigt eine schwere koronare 3-Gefäßkrankheit. In den klassischen 12-Ableitungen ist in Abl. III lediglich ein rS-Komplex zu sehen (kein sicherer Hinweis für einen Hinterwandinfarkt).

Dem gegenüber steht das CardioSecur EKG, in diesem die Ableitungen Q III, Q aVF und die R-Reduktion eindeutig auf einen abgelaufenen Hinterwandinfarkt hindeuten. Die MRT-Untersuchung bestätigt die Diagnose.

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